Bundeszentrale für gesundheit Aufklärung
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Di lannst Leben retten!
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Über 50.000 Menschen pro Jahr erleiden in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Nur 10 Prozent der Betroffenen überleben.

Nach nur 3-5 Minuten ohne Blutfluss beginnt das Gehirn unwiederbringlich zu sterben. Eine wichtige Zeit, in der Sie mit einer sofortigen Herzdruckmassage Leben retten können, bevor der Rettungsdienst am Notfallort eintrifft.

Leider trauen sich noch zu wenige Beobachter, helfend einzugreifen: Nur in 34 Prozent der Fälle wird eine Reanimation durch Laien begonnen.

Eine Reanimation kann die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand verdoppeln bis verdreifachen.

Helfen ist einfach.
Jeder kann Leben retten!

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Wiederbelebung – So geht’s

Eine Person, die gar nicht mehr oder nicht mehr normal atmet, benötigt sofort Ihre Hilfe.

1. Prüfen
Ist die Person ansprechbar? – Sprechen Sie die Person direkt an: „Hallo, hörst du mich?“ und fassen Sie die Person an (z. B. Schütteln, leichter Schmerzreiz). 
Wenn keine Reaktion erfolgt:

2. Rufen
Wählen Sie sofort die europaweite Notrufnummer 112. 
Beantworten Sie folgende fünf W-Fragen:

  • Wo ist der Notfall?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte/Betroffene sind zu versorgen?
  • Welche Verletzungen oder Krankheitszeichen haben die Betroffenen?
  • Warten Sie auf Rückfragen der Rettungsleitstelle!

3. Drücken
Beginnen Sie nun sofort mit der Wiederbelebung, lassen Sie keine Zeit verstreichen.

Legen Sie Ihre Hände übereinander, mit den Handballen nach unten auf die Mitte des Brustkorbs der Person zwischen den beiden Brustwarzen. Der Oberkörper sollte frei sein.

Verschränken Sie die Finger und drücken Sie die Arme durch.

Drücken Sie mit einer Geschwindigkeit von 100 Mal pro Minute sehr fest auf die Brust. Am besten 5 cm tief.

Machen Sie solange weiter, bis der Notarzt übernimmt. Sind mehrere Personen anwesend, die helfen können, wechseln sie sich nach spätestens 3 Minuten ab. Dabei dürfen keine Pausen entstehen.

Jeder kann Leben retten!

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Das „Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung“

Das Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung (NAWIB) setzt sich dafür ein, das Wissen über Laienreanimation in Deutschland zu erhöhen und zu zeigen: Wiederbelebung ist ganz einfach, jeder kann Leben retten. Wichtig ist, überhaupt zu handeln. Im Ernstfall genügen wenige Schritte: 

PRÜFEN | RUFEN | DRÜCKEN

Hinter dem Bündnis stehen zahlreiche Fachgesellschaften und Hilfsorganisationen, die sich für die Laienreanimation einsetzen. Gemeinsam möchten sie mehr Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema schaffen, Informationen bereitstellen und so mehr Menschen dazu bringen, im Ernstfall zu helfen. Zudem vereint das NAWIB die lokalen und regionalen Aktionen der Gründungsmitglieder unter einem Dach.

Das Bündnis wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe.

 

Kontakt:

Geschäftsstelle des NAWIB

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 

Maarweg 149-161 
50825 Köln 
Tel.: 0221/8992-0 
Fax: 0221/8992-300 
E-Mail: poststelle@bzga.de

 

Gründungsmitglieder des Aktionsbündnisses

Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V.
Bundesverband Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Deutschland e.V.
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V.
Deutsche Gesellschaft Kardiologie e.V.
Deutsche Herzstiftung e.V.
Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.
Deutscher Rat für Wiederbelebung/German Resuscitation Council (GRC) e.V.
Deutsches Rotes Kreuz e.V.
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Malteser Hilfsdienst e.V.
Stiftung Deutsche Anästhesiologie e.V.
Copyright: BMG/Jochen Zick (action press)

 

„Über 50.000 Menschen in Deutschland erleiden pro Jahr einen Herz-Kreislauf-Stillstand zu Hause, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum. Nur jeder zehnte Betroffene überlebt diesen Vorfall. Häufig sind Menschen in der Nähe, die eingreifen könnten. Doch leider trauen sich noch zu wenige Beobachter, in einer solchen Situation zu helfen. Denn viele wissen gar nicht: Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird, können sich die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand verdoppeln bis verdreifachen. Deshalb wollen wir gemeinsam mit dem ,Nationalen Aktionsbündnis Wiederbelebung‘ und einer bundesweiten Kampagne zeigen: Wiederbelebung ist einfacher, als viele denken. Jeder von uns kann zum Lebensretter werden.“

Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister

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Unsere Unterstützer

Copyright: E. Crooy

Philippe Etienne, Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Französischen Republik in Deutschland:

„Die Ausbildung in Wiederbelebungsmaßnahmen ist entscheidend für die Versorgung eines Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand vor Eintreffen der Rettungskräfte: Das Bestreben in Frankreich ist groß, so viele Menschen wie möglich darin auszubilden, und zwar schon in der Schule. Darum erhalten mit dem Start des Schuljahres 2016/2017 alle Schüler ab 14 Jahren mindestens zwei Stunden Unterricht zum Umgang mit Blutungen, Knochenbrüchen, tiefen Wunden, Verbrennungen, Bewusstlosigkeit und Herzstillstand.“

Copyright: BMG/Gottschlak

Maria Höfl-Riesch, dreifache Olympiasiegerin:

„Wiederbelebung ist ein enorm wichtiges Thema, das allerdings viele verdrängen. Dabei entscheiden die richtigen Schritte oft über Leben und Tod – das muss ins Bewusstsein möglichst vieler Menschen getragen werden. Und dabei möchte ich gern helfen.“

Copyright: Anne Breilmann (2016)

Gerald Asamoah, ehemaliger Nationalspieler und Vorstand der Gerald Asamoah Stiftung für Herzkranke Kinder:

„Reanimation ist kinderleicht und rettet Leben. Mit meiner Gerald Asamoah Stiftung für Herzkranke Kinder setze auch ich mich unter anderem für eine verbesserte Herzsicherheit in Deutschland ein. ,Prüfen - Rufen - Drücken‘ heißt es im Notfall und das möchten wir gezielt auch Kindern und Jugendlichen vermitteln. Für das ,Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung' engagiere ich mich gerne, denn es ist mir wichtig, Bewusstsein für das Thema Reanimation zu generieren, damit im Notfall jeder weiß was zu tun ist und keine wertvolle Zeit verloren geht. Zeige auch Du Herz und werde zum Lebensretter!“

Copyright: Paul Ripke

Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Autor und Moderator:

„Gesundheit entsteht im Miteinander. Keiner hat sich selber geboren. Und keiner kann sich selber reanimieren! Je mehr Menschen wissen, wie man erste Hilfe leistet und anpacken, desto sicherer leben wir alle. Ich habe selber erlebt, wie durch einen Beitrag zur Herzdruckmassage in meiner Sendung ,Hirschhausens Quiz des Menschen‘ mehrere Menschenleben gerettet wurden. Deshalb bin ich mit Herz und Hand dabei!“

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Aktuelles

Logo der Kampagne Du Kannst Leben retten

Zu Beginn der "Woche der Wiederbelebung" haben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Dr. Heidrun Thaiss, am 19. September 2016 vor dem Brandenburger Tor den Startschuss für das "Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung" (NAWIB) und die gemeinsame Informationskampagne gegeben.

Die dreifache Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch, Dr. Eckart von Hirschhausen, Gerald Asamoah und der französische Botschafter Philippe Etienne unterstützen die Aktion des Bundesgesundheitsministeriums und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Rund 100 Kinder zeigten am Brandenburger Tor: "Wiederbelebung ist kinderleicht".

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Mediathek

Zu Beginn der "Woche der Wiederbelebung" gaben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Dr. Heidrun Thaiss, in Berlin den Startschuss für das "Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung" (NAWIB) und die gemeinsame Informationskampagne. Zahlreiche Prominente wie die dreifache Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch und Dr. Eckart von Hirschhausen, Gerald Asamoah und der französische Botschafter Philippe Etienne unterstützen die gemeinsame Aktion.

Zum Startschuss des Nationalen Aktionsbündnisses Wiederbelebung sprach Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mit Dr. Eckart von Hirschhausen darüber, warum es wichtig ist, das Wissen über Laienreanimation in Deutschland zu erhöhen und zu zeigen: Wiederbelebung ist ganz einfach, jeder kann Leben retten. Wichtig ist, überhaupt zu handeln. Im Ernstfall genügen wenige Schritte: Prüfen. Rufen. Drücken.